Schwangerschaftsdiabetes

Der Schwangerschaftsdiabetes gehört zu einer der häufigsten Erkrankungen schwangerer Frauen. Deutschlandweit tritt er jährlich bei etwa 25.000 Schwangeren auf mit steigender Tendenz. Risikofaktoren sind Alter, Übergewicht, körperliche Inaktivität, Fettstoffwechselstörung sowie genetisch bedingte familiäre Vorbelastung.

Schwangerschaftsdiabetes entsteht vor allem in der 2. Hälfte der Schwangerschaft, durch eine mangelnde Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse der Schwangeren. Der Gestationsdiabetes tritt fast ausschließlich beschwerdefrei auf. Meist zeigen sich kleine Zeichen wie häufiges Durstgefühl oder vermehrter Harndrang. Dem ungeborenen Kind werden über die Plazenta zu viele Kohlenhydrate zugeführt, was zu einem starken Wachstum führt. Verzögerte Organreifung von Leber und Lunge sowie postpartale Anpassungsstörungen beim Kind durch Unterzuckerung können die Folge sein, da die Bauchspeicheldrüse des Kindes nach der Entbindung weiter vermehrt Insulin produziert.

Die Therapie der Schwangeren besteht insbesondere in einer bewussten gesunden Ernährung mit vermehrter Aufnahme von Obst und Vollkornbrot. Also fettarmer ballaststoffreicher und ungezuckerter Kost bei der bis zu 6 Mahlzeiten am Tag eingenommen werden. Körperliche Aktivität fördert den Stoffwechsel, wobei Blutzuckerselbstkontrollen durchgeführt werden sollten. Der Fet sollte regelmäßig sonographisch untersucht werden.