Sie sind hier: Eidinghausen  >  Leistungen  >  Frauenheilkunde

Frauenheilkunde

Krebsvorsorgeuntersuchung

Wir führen die Krebsvorsorgeuntersuchung gemäß den Krebsfrüherkennungsrichtlinien einmal im Jahr durch. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Dazu gehören:

  • ab dem 20. Geburtstag die Spiegeleinstellung mit der Entnahme des Krebsvorsorgeabstrichs vom Gebärmutterhals und die Tastuntersuchung des weiblichen Genitales.
  • ab dem 30. Geburtstag zusätzlich die Tastuntersuchung der Brüste und der Achselhöhlen.
  • ab dem 50. Geburtstag die Tastuntersuchung des Enddarmes, sowie ein Schnelltest auf verstecktes Blut im Stuhl einmal pro Jahr für die nächsten 5 Jahre.
  • ab dem 55. Geburtstag können Sie sich entscheiden zwischen einer Dickdarmspiegelung, die nach 10 Jahren wiederholt wird, und dem Stuhltest, der dann nur noch alle 2 Jahre erfolgt. Wir beraten Sie hierzu gerne in unserer Sprechstunde.


Bei auffälligen Tastbefunden oder Symptomen erfolgt selbstverständlich eine weitergehende Diagnostik.

Da in Deutschland jedes Jahr ca. 50.000 Frauen an Brustkrebs erkranken, empfehlen wir zusätzlich:

  • die Brust einmal im Monat (nach der Regelblutung) im Uhrzeigersinn abzutasten.  
  • ab dem 20. Geburtstag Brustultraschall und ab dem 40. Geburtstag die Mammographie als bildgebendes Verfahren regelmäßig durchführen zu lassen.

Beckenultraschall

Per Ultraschall über die Scheide können Veränderungen an den Eierstöcken (Zysten, gut- oder bösartige Tumore), an der Gebärmutterschleimhaut sowie der Gebärmuttermuskulatur (Myome) frühzeitig erkannt werden.

Andere Organsysteme wie zum Beispiel die Harnblase oder die Harnröhre lassen sich ebenfalls gut beurteilen. Auf diese Untersuchung legen wir deshalb großen Wert und halten sie für eine ideale Ergänzung Ihrer Krebsvorsorgeuntersuchung.

Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie)

Die Mammographie ist die bedeutendste und derzeit effizienteste bildgebende Methode in der Diagnostik von Brusterkrankungen und dient in erster Linie der Früherkennung, da sehr kleine, nicht tastbare Knoten sichtbar gemacht werden. Mit Hilfe der Mammographie gelingt es, selbst kleinste, durch Mikrokalk erkennbare Karzinome der Brust nachzuweisen, die in diesem frühen Stadium gut behandelbar sind.

Unser geschultes Personal führt die Untersuchung kompetent und umsichtig durch.

Für ein optimal zu beurteilendes Röntgenbild ist eine Kompression der Brust erforderlich. Die Brust wird dabei zwischen zwei Platten gelegt und für kurze Zeit zusammengedrückt.
Dies wird oft als unangenehm empfunden, führt aber zu einer Verringerung der Strahlendosis und durch das Wegdrücken anderen Gewebes zu einer zuverlässigen Sichtbarmachung kleiner verdächtiger Veränderungen in der Brust. Deshalb sollte die Mammographie bei einer Frau vor den Wechseljahren immer direkt nach einer Regelblutung erfolgen.

Brustultraschall

Nach der Mammographie stellt der Ultraschall (Sonographie) das wichtigste bildgebende Verfahren in der Beurteilung der Brustdrüse dar.

Eine ihrer vorrangigen Aufgaben ist die Diagnose von Zysten. Hierbei weist die Sonographie eine sehr hohe Genauigkeit auf und ist somit ein sehr nützliches Verfahren, um tastbare oder nicht tastbare Befunde abzuklären, die durch eine Zyste hervorgerufen sein können.

Insbesondere bei jungen Frauen (35 Jahre und jünger) ist die Sonographie in der Regel die erste Maßnahme zur Abklärung eines Tastbefundes. Bezüglich der Erkennung kleiner Karzinome ist die Sensitivität der Sonographie begrenzt. Sie kann somit eine Mammographie nicht ersetzen.

Bei unklaren Herdbefunden kann zur Diagnosesicherung unter Ultraschallsicht eine Gewebeprobe erfolgen. Hierbei gibt es die Möglichkeit einer einfachen Punktion oder der Entnahme eines Gewebe-Zylinders in örtlicher Betäubung zur weiteren Abklärung.

Probeentnahme (Stanzbiopsie)

Nach Abschluss der bildgebenden Diagnostik (Mammographie, Sonographie) kann eine weitere Abklärung eines Befundes durch histologische Beurteilung erforderlich sein. Die dafür notwendigen Gewebeproben werden im Rahmen einer Stanzbiopsie gewonnen.

Hierbei wird eine Hohlnadel mit Hochgeschwindigkeit in den Befund eingebracht und entnimmt dort Gewebszylinder, die dann feingeweblich untersucht werden. Ziel dieser diagnostischen Methode ist es, unklare Veränderungen abzuklären und - falls das Ergebnis die Gutartigkeit der Veränderung belegt - Operationen zu vermeiden.

Auch bei dringend verdächtigen Befunden kann die Anzahl notwendiger Operationen eingeschränkt werden, indem das Vorliegen eines Karzinoms bereits durch die Stanzbiopsie nachgewiesen werden kann.

Krebsnachsorgeuntersuchung

Die Krebsnachsorgeuntersuchung erfolgt gemäß der Richtlinien der Fachgesellschaften in den ersten drei Jahren nach der Erkrankung alle drei Monate, später alle sechs Monate.

Neben der Tastuntersuchung des jeweiligen Organsystems sowie der Lymphabflußgebiete werden weiterhin Laborkontrollen und bildgebende Verfahren durchgeführt (zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung). Bei auffälligen Befunden folgt eine weitere differenzierte Diagnostik.

Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch ist in einer Frauenarztpraxis ein sehr häufig zu besprechendes Thema. Zunächst ist es wichtig, zu verstehen, dass der menschliche Körper sowie die Psyche zweier Partner mit dem gesamten Lebensumfeld harmonieren sollten. Zeitdruck, Stress, Anspannung sind häufige Ursachen von Kinderlosigkeit!
 
Nach 1,5 Jahren Wartezeit bei regelmäßigen sexuellen Kontakten beginnen wir mit einer weiterführenden Diagnostik. In einem ausführlichen Gespräch informieren wir Sie zunächst über die weiteren Behandlungsschritte. Es ist wichtig, auch den Partner in die Diagnostik mit einzubeziehen. So muss beim Mann die Samenflüssigkeit untersucht werden (Spermiogramm), während bei der Frau zunächst die Hormone im Blut untersucht werden und mittels Ultraschall der Eisprung kontrolliert wird. Daraufhin folgt gegebenenfalls eine hormonelle Tabletten- oder Spritzenbehandlung.

Sollte dies nötig sein, werden wir auch die Durchlässigkeit der Eileiter prüfen. Das ist eine ambulante Operation, bei der per Bauchspiegelung eine Funktionsprüfung der Eileiter durchgeführt wird. Dies erfolgt in unserer Tagesklinik direkt durch Ihren Frauenarzt.

Des weiteren bietet die moderne Medizin vielfältige Möglichkeiten der Hilfe wie zum Beispiel die künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation). Hier stehen wir in einer engen Kooperation mit der Kinderwunschpraxis Dres. Buurman, Dumschat, Menkhaus in Minden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kinderwunsch.net

Teenagersprechstunde

Der erste Besuch bei einem Frauenarzt oder einer Frauenärztin ist für die meisten jungen Frauen sehr aufregend. Dabei ist meistens eine Untersuchung bei dem ersten Besuch gar nicht notwendig. Wir beantworten häufig Fragen zur Verhütung oder zu den Schutzimpfungen. Viele junge Frauen bringen eine Freundin oder ihre Mutter mit.

Es kann sich natürlich eine vorsichtige und schmerzfreie Untersuchung anschließen, die hilft, Antworten zu finden und Probleme zu lösen. Schmerzhafte Regelblutungen, unregelmäßige Menstruationszyklen, Brustwachstum, Akneprobleme, Fragen zur Sexualität und zu sexuell übertragbaren Krankheiten sind häufig angesprochene Themen. Viele Fragestellungen lassen sich dabei in einem persönlichen Gespräch klären.

Des weiterem sollte der Impfschutz kontrolliert und gegebenenfalls aufgefrischt werden, auch zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen. Dabei spielt vor allem die Hepatitis B- und die Impfung gegen den Gebärmutterhalskrebs-auslösenden HPV-Virus eine große Rolle.

Verhütung

Die Familienplanung spielt in einer Partnerschaft eine große Rolle. Heutzutage haben Paare vielfältige Möglichkeiten einer sinnvollen Empfängnisverhütung.

  • natürliche Verhütungsmethoden, z.B. Temperaturmessung
  • chemische Verhütungsmethoden, z.B. spermizide Cremes
  • Barrieremethoden wie z.B. Kondome / Scheidendiaphragma / Portiokappe / Spirale (Intrauterinpessar)
  • Hormonelle Verhütung durch: die Pille (Ovulationshemmer), Hormonspirale, Hormonstäbchen, Drei-Monats-Spritze, Scheidenring oder Verhütungspflaster
  • Operative Verfahren, z.B. Eileiterdurchtrennung (Sterilisation)

 
Welche der genannten Möglichkeiten für Sie ideal ist, wird in einem persönlichen Gespräch erörtert. Es sind regelmäßige frauenärztliche Untersuchungen (2 mal pro Jahr) auch deshalb ratsam, um neue Erkrankungen, Nebenwirkungen oder persönliche Wünsche zu besprechen.

Offen sollte auch über das Thema Geschlechtskrankheiten, wie z.B. AIDS/HIV oder Hepatitis (Impfschutz) und über Schutzmöglichkeiten gesprochen werden.

Die Wechseljahre

Zwischen dem 45. und dem 55. Lebensjahr werden Sie eine Vielzahl von Veränderungen an Ihrem Körper feststellen. Durch eine verminderte Hormonproduktion der Eierstöcke (Östrogene und Progesteron) nehmen Sie vereinzelte Symptome mehr oder weniger intensiv wahr:

  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Herzstolpern, Reizbarkeit, Nervosität, zunehmende Stimmungsschwankungen, andauernde Müdigkeit und Nachlassen der Konzentration, was zu einer verminderten Leistungsfähigkeit im Beruf führen kann.
  • Die Monatsblutungen werden unregelmäßig, stärker oder schwächer, bis sie ganz aufhören.
  • Die Haut und die Scheidenschleimhaut werden trockener. Häufig treten Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auf.        
  • Durch ein Überwiegen der männlichen Hormone wird die Kopfbehaarung eventuell etwas dünner, während es zu einer Zunahme der Gesichtsbehaarung (Oberlippenbart) kommen kann.


Diese Symptome nimmt jede Frau anders wahr. Während die eine Frau darunter sehr leidet, ist es möglich, dass eine andere Frau sich trotz sinkender Hormonspiegel sehr wohl fühlt. Neben oben beschriebenen Symptomen kann es auch zu einem gestörten Knochenstoffwechsel kommen, der bis zur Osteoporose führen kann.

Insbesondere im Genitalbereich kommt es oft zu wiederholten Infektionen der Scheide oder der Harnblase. Eine zunehmende Harninkontinenz (unfreiwilliger Urinverlust) kann dann sehr unangenehm werden. Das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen ist erhöht durch eine herabgesetzte Gefäßelastizität sowie eine Verschiebung der Fettwerte im Blut. Das Herzinfarktrisiko und auch das Schlaganfallrisiko sind hiermit erhöht.

Die Möglichkeiten einer Therapie sind vielfältig. Zunächst sollte ein ausführliches Aufklärungsgespräch erfolgen. Neben Stressabbau sollten Sie sich auch neue Ziele und Aufgabenbereiche im Sport oder Privat- bzw. Berufsleben suchen. Positiv unterstützend wirken auch Entspannungsübungen. Allgemein psychovegetative Symptome lassen sich gut mit Naturheilmitteln, pflanzlichen Präparaten oder auch speziellen Organextrakten lindern.

Eine gut dosierte Hormonersatztherapie dient nicht nur der Bekämpfung der aktuellen Beschwerdesymptomatik, sondern auch der Vorbeugung der Osteoporose. Die Darreichungsformen sind vielfältig (Tabletten, Scheidenzäpfchen, Haut-Gel, Hautpflaster sowie Spritzen).

Gerne besprechen wir mit Ihnen ausführlich dieses wichtige Thema und natürlich auch die Nebenwirkungen, vor denen viele Angst haben.

Knochendichtemessung

Die Knochendichtemessung dient der frühen Erkennung einer Osteoporose. Hierunter versteht man den Verlust von Knochenmasse, welcher zu unstabilen Knochen führt. Die Folge sind plötzlich auftretende Schmerzen bis hin zu Knochenbrüchen, die insbesondere im Bereich der Wirbelsäule und des Oberschenkelhalses auftreten können und sehr gefährlich sind.

Des weiteren führt die Osteoporose zu einer Herabsetzung der Beweglichkeit, Verminderung der Körpergröße, Leistungsabfall sowie zunehmenden Rücken- und Gelenkschmerzen. Die Wechseljahre der Frau beschleunigen diesen Prozess aufgrund der nachlassenden Östrogenproduktion der Eierstöcke.

Mit einer strahlenfreien Messung per Ultraschall am Fersenbein, die von der deutschen Osteoporose-Gesellschaft zugelassen ist, kann man das Risiko vorzeitig erkennen und, falls erforderlich, rechtzeitig therapieren. Ziel ist die Verhinderung der Erkrankung, eine Vorbeugung vor Knochenbrüchen und damit eine Schmerzverminderung.

Blasenschwäche

Die Urogynäkologie mit der Therapie der Blasenschwäche (Inkontinenz) ist ein weiterer Schwerpunkt in unseren Praxen.

Viele Frauen klagen über unwillkürlichen Harnverlust beim Husten oder bei stärkerer Belastung wie z.B. Heben, Gartenarbeit oder sportlicher Aktivität. Zusätzliche Symptome können ständiger Harndrang, häufiges Wasserlassen sowie wiederholte Harnwegsinfektionen durch unvollständige Harnblasenentleerung sein.

Nicht selten führen diese Symptome dazu, dass Frauen gesellschaftliche Kontakte wie Sport oder gemeinsame Ausflüge meiden. Dabei können viele Symptome einer Inkontinenz mit einer spezifischen Therapie gelindert werden.

Es stehen viele Therapiemöglichkeiten zur Verfügung:

  • Beckenbodengymnastik
  • Pessartherapie
  • medikamentöse Therapie
  • Elektrostimulation des Beckenbodens
  • Akupunktur
  • Erlernen neuer Verhaltensmuster
  • verschiedene operative Möglichkeiten


Wichtig ist, dass Sie sich trauen, dieses schwierige Thema anzusprechen, damit wir so gemeinsam eine Möglichkeit finden, Ihnen zu helfen.

Von unserer Seite aus werden wir auch in Zukunft dieses Haupt-Thema weiter verfolgen und auch moderne Methoden hinzuziehen, bzw. mit externen Firmen neue Konzepte entwickeln.